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Thema des Tages
Ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst. Neueste Meldung oben

Wissenschaft kompakt

Sind Sie auf dem aktuellen Stand?



Heute ist es mal wieder an der Zeit, Ihren Wissensstand zu prüfen.
Wenn Sie aufmerksam die Themen des Tages verfolgt und die
Pressemitteilungen des DWD gelesen haben, bereitet Ihnen das heutige
Thema des Tages keine Probleme.



Der diesjährige Sommer geht in die Geschichtsbücher ein. Er ist
bereits jetzt von zahlreichen Rekorden geprägt und eventuell kommen
sogar noch weitere Rekorde hinzu. Im folgenden Quiz wollen wir Ihrem
Kenntnisstand mal auf den Zahn fühlen und Sie können sich auch selbst
testen, wie aufmerksam Sie unsere Themen des Tages und
Pressemitteilungen gelesen haben bzw. wie vertraut Sie mit der
Synoptik und unserem Wetterlexikon sind. Natürlich können Sie gewisse
Hilfsmittel verwenden, aber viel mehr Spaß macht das Quiz doch dann,
wenn die grauen Zellen aktiviert werden. Am Ende ergibt sich aus den
Anfangsbuchstaben ein Lösungswort, das im bisherigen Sommer immer
wieder eine tragende Rolle gespielt hat.

Frage 1:

Wo wurde in diesem Sommer der deutschlandweite
Allzeittemperaturrekord gemessen?

H) Möckern-Drewitz (Sachsen Anhalt)
R) Neißemünde-Coschen (Brandenburg)
S) Kitzingen (Bayern)


Frage 2:

Wie warm war es beim derzeit deutschlandweit offiziell gültigen
Allzeitrekord?

e) 41,7 °C
i) 41,8 °C
o) 42,2 °C


Frage 3:

Wie ist eine Tropennacht definiert?

t) Tiefstwert nicht unter 20,0 °C
g) Tiefstwert nicht unter 19,0 °C
m) Tiefstwert über 25,0 °C


Frage 4):

Ab wann spricht man von einem Sehr Heißen Tag?

m) Maxima über 30 °C
z) Maxima über 35 °C
e) Maxima über 40 °C


Frage 5):

ppw ist ein in der Meteorologie verwendetes Maß für

e) den Wasserdampfgehalt in der Luft
n) den Luftdruck
s) die Labilität


Frage 6):

Der wärmste Ort im Juli bezogen auf die durchschnittliche Temperatur
war

c) Freiburg (Baden-Württemberg)
i) Waghäusel-Kirrlach (Baden-Württemberg)
w) Rheinfelden (Baden-Württemberg)


Frage 7):

In Hessen war es im Juli noch nie zuvor in der Messhistorie

h) so warm
e) so trocken
r) so sonnenscheinreich


Frage 8):

Eine Fallböe ist charakterisiert durch

i) einen stark rotierenden Luftwirbel mit nahezu vertikaler Drehachse

l) einen sehr starken Abwind und eine fächerförmige Ausbreitung der
Luft am Boden
m) sehr starke Aufwinde


Frage 9):

In welchem Bundesland war es bezogen auf die Mitteltemperatur im Juli
am wärmsten?
t) Baden-Württemberg
m) Rheinland-Pfalz
l) Saarland


Frage 10):

Welche dieser Aussagen stimmt?
h) Tornados sind immer stärker als Windhosen
e) Tornados und Windhosen sind dasselbe
g) bei einem Tornado erreicht die Windgeschwindigkeit immer
mindestens 150 km/h


Dipl.-Met. Marcel Schmid

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 16.08.2026

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



Wetter aktuell

Waldbrandwetter


Waldbrände im Mittelmeerraum sind im Sommer keine Seltenheit. In
diesem Sommer treten sie aber auch in Mitteleuropa gehäuft auf. In
den vergangenen Tagen waren die Wetterbedingungen für Waldbrände
besonders "günstig".


Die Temperaturen der aktuellen Hitzewelle von bis zu 39 Grad
(14.08.2026 in Rheinfelden) finden derzeit kaum noch Beachtung. Dabei
waren die gestrigen Höchstwerte gebietsweise höher als die Rekorde
vor diesem Sommer. Bleiben wir beim Beispiel Rheinfelden im Südwesten
von Baden-Württemberg. Die 39,0 Grad vom gestrigen Freitag wären dort
ein neuer Allzeitrekord gewesen, wären da nicht die 40,0 Grad vom
30.07. dieses Jahres. Anders als bei den vorherigen Hitzewellen
stehen diesmal die Waldbrände im Fokus, die in Deutschland und
weiteren Ländern Europas (z. B. in Belgien, Österreich und
Großbritannien) ausgebrochen sind.

Grundlage für die gefährliche Situation ist die sehr trockene und
heiße Witterung der letzten Monate. Der fehlende Niederschlag und die
hohe Verdunstung haben zu ausgetrockneten Böden und teils
vertrockneter Vegetation geführt. Die extreme Vorgeschichte lässt
sich an den großen Flüssen Deutschlands ablesen. Rekordniedrige
Abflüsse für diese Jahreszeit und zum Teil auch Allzeitrekorde
bezeugen eindrücklich die hydrologische Ausnahmesituation.

Kurzfristig kamen weitere förderliche meteorologische Bedingungen für
potenziell sehr gefährliche Waldbrände hinzu. Im angloamerikanischen
Raum, wo Waldbrände ein häufigeres Phänomen darstellen, gibt es
hierfür die einprägsame 30-30-30-Regel. Sie bezieht sich auf drei
meteorologische Parameter und besagt, dass besonders gefährliches
"Waldbrandwetter" herrscht, wenn Folgendes gilt: Lufttemperatur über
30 Grad, relative Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent und eine mittlere
Windgeschwindigkeit von über 30 km/h. Die hohen Lufttemperaturen
gepaart mit der Sonneneinstrahlung sorgen für eine hohe Temperatur
der Vegetation, die niedrige Luftfeuchtigkeit "saugt" die verbliebene
Feuchtigkeit besonders effektiv aus Boden, Pflanzen und ihren
Blättern. Der Wind führt die verdunstete Feuchtigkeit rasch ab und
führt einem bereits bestehenden Brand besonders gut Sauerstoff zu.
Zusätzlich wird Glut verfrachtet und kann neue Brände entfachen.

Seit Donnerstag werden die ersten beiden Bedingungen in den
Nachmittagsstunden in Deutschland verbreitet erreicht. Bei
Temperaturen um 36 Grad und einer relativen Luftfeuchtigkeit von
gebietsweise um 15 Prozent. Der Wind erreichte zwar im Mittel nicht
30 km/h, die Böen lagen jedoch gebietsweise über 30 km/h und in der
Praxis hat sich gezeigt, dass bereits wiederholte Böen in dieser
Stärke für eine deutliche Verschärfung von Waldbränden sorgen.

Besonders große Waldbrände gibt es seit gestern in der Eifel und im
Hohen Venn in Belgien. Der Rauch dieser Brände war heute auch auf den
Satellitenbildern deutlich sichtbar. Die Rauchfahne zog sich von der
Eifel in einem Bogen über Hessen und Thüringen bis in den Norden
Sachsen-Anhalts.

Nach dem heutigen Tag entspannen sich die meteorologischen
Bedingungen für gefährliche Waldbrände etwas. Es wird kühler und die
Luftfeuchtigkeit nimmt deutlich zu. Es gibt zwar auch Niederschläge,
doch fallen diese wahrscheinlich nur lokal ergiebig aus. Eine
Ausnahme könnte der Süden und Südosten Bayerns sein, wo ab der Nacht
zum Montag länger anhaltende Niederschläge wahrscheinlich sind.

MSc.-Met. Thore Hansen

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 15.08.2026

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst





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