Besucher: 904



Thema des Tages
Ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst. Neueste Meldung oben

Wetter aktuell

Weichenstellung auf Sommerwetter!



Viel Sonnenschein und Höchstwerte von zum Teil über 30 Grad! Sehr
sommerliche Pfingsttage stehen uns ins Haus. Mehr dazu im heutigen
Thema des Tages.



Der Sommer steht in den Startlöchern - zumindest, was das Wetter
angeht. Hauptverantwortlich hierfür zeigt sich Hoch ZENO. ZENO ist
nämlich gerade dabei, seinen Schwerpunkt bis zum morgigen Freitag von
Frankreich nach Mitteleuropa zu verlagern. Und dort angekommen wird
es dem Hoch anscheinend so gut gefallen, dass es sich dort die
kommenden Tage bequem macht.

Die Folge: Nach einem in der Nordosthälfte Deutschlands zum Teil noch
recht bewölkten Freitag sorgt ZENO über das Pfingstwochenende hinweg
und bis in die neue Woche hinein verbreitet für viel Sonnenschein.
Dadurch kann sich die vorherrschende Luftmasse in den kommenden Tagen
stark erwärmen. Niederschläge sind bundesweit betrachtet so gut wie
keine zu erwarten.


Blicken wir mal etwas genauer auf die Temperaturentwicklung: Nachdem
am morgigen Freitag in der Südwesthälfte verbreitet ein Sommertag,
also ein Tag mit Höchstwerten von mindestens 25 Grad verzeichnet
werden wird, wird dort am Samstag in einigen Regionen die
30-Grad-Marke geknackt - zum ersten Mal in diesem Jahr. Dass der
erste Hitzetag (Höchsttemperatur von mindestens 30 Grad) zeitlich
sehr variabel ist, zeigt ein Blick auf die vergangenen drei Jahre:
2025 war dies am 2. Mai der Fall (Waghäusel-Kirrlach, 30,4 Grad),
2024 sogar schon am 6. April und damit so früh wie noch nie seit
Aufzeichnungsbeginn (Ohlsbach, 30,1 Grad) und 2023 dagegen erst am 8.
Juni (Potsdam, 30,7 Grad).

Doch zurück zu 2026: Über die Pfingstfeiertage legt die Temperatur
noch eine kleine Schippe drauf: In der Südwesthälfte verbreitet 29
bis lokal 33 Grad, in der Nordosthälfte nicht ganz so heiße, aber
meist immer noch sommerlich warme 25 bis 29 Grad.


Wer der Hitze entfliehen will, wählt als Ausflugsziel am besten den
äußersten Norden, wo zeitweise auch mal ein paar dichtere
Wolkenfelder durchziehen und die Temperatur "nur" auf Werte zwischen
23 und 26 Grad ansteigt. Noch etwas kühler (oder für mancheinen auch
angenehmer) wird es standesgemäß an den Küsten bei auflandigem Wind
und Höchstwerten um 20 Grad. Alternativ bieten natürlich auch die
Hochlagen der Gebirge etwas kühlere Bedingungen.

In den Nächten kühlt die Luft übrigens meist noch ziemlich gut ab.
Die Tiefstwerte liegen weitgehend zwischen 15 und 8 Grad und laden
damit zum Durchlüften ein.

Zusammengefasst herrscht über Pfingsten also meist bestes Grill- und
Ausflugswetter. Auf eine Sache sollte man aber unbedingt achten: den
Sonnenschutz! Aufgrund der starken Einstrahlung wäre ansonsten ein
Sonnenbrand quasi vorprogrammiert. Durch das Ausbleiben nennenswerter
Niederschläge nimmt zudem auch die Waldbrandgefahr zu. Besonders hoch
wird oder ist sie bereits im Süden und Osten Deutschlands.


Und wie geht's nach Pfingsten weiter? Richtung Mitte nächster Woche
nehmen die Unsicherheiten in Sachen Temperaturentwicklung deutlich
zu. Es sieht derzeit so aus, als ob die über uns befindliche
Hochdruckzone ihren Schwerpunkt Richtung Britische Inseln verlagert.
Auf der Ostflanke des Hochs könnte dann wieder kühlere Luft nach
Deutschland einströmen. Nennenswerte, flächige Niederschläge sind
dabei aber wohl weiterhin nicht zu erwarten.


Dipl.-Met. Tobias Reinartz

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 21.05.2026

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



Wetter aktuell

Bisher abwechslungsreicher Mai


Der bisherige Mai war sehr abwechslungsreich und oftmals erinnerte
alles an typisches Aprilwetter. Im heutigen Thema des Tages soll ein
kleiner Wetterrückblick auf die ersten zwei Maidekaden gegeben
werden.


Aprilwetter im Mai lautete häufig die Devise in den ersten beiden
Dekaden des letzten meteorologischen Frühlingsmonats. Die
Temperaturen fuhren Achterbahn, es gab immer wieder Niederschläge und
teilweise sogar nochmals Schnee in den Hochlagen, aber auch die Sonne
zeigte sich immer wieder.

Im vieljährigen Mittel (1961-1990) lag das Temperaturmittel im Mai
bei 12,1 °C. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt die deutschlandweite
Mitteltemperatur bei 11,4 °C, was allerdings fast auf der Kurve der
durchschnittlichen Mitteltemperatur zu diesem Zeitpunkt liegt.
Verglichen mit der aktuelleren und wärmeren Klimaperiode (1991-2020)
wird die Kurve deutlicher um fast ein Kelvin unterschritten.

Zu Beginn des Monats war es sehr warm und am 3. Mai wurde in Cottbus
und in Neißemünde-Coschen (beides Brandenburg) mit 29,4 °C die
bisherige deutschlandweite Tageshöchstwerttemperatur gemessen.
Anschließend folgte ein jäher Absturz, der darin gipfelte, dass zu
Beginn der zweiten Dekade selbst die 15-Gradmarke in den meisten
Gebieten ein großes Hindernis darstellte. Außerdem gab es vor allem
in der östlichen Mitte und in Teilen des Südens nochmals verbreiteten
leichten Nachtfrost. Der bisherige Monatstiefstwert (ausgenommen
Bergstationen oberhalb von 920 m NHN) datiert allerdings vom Anfang
des Monats aus Piding (Bayern) mit -3,3 °C.

In puncto Niederschlag zeigt sich der Wonnemonat bisher ziemlich
spendabel, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Im
Klimamittel fallen im gesamten Mai 71 bzw. 70 l/qm (Klimamittel
1961-1990 bzw. 1991-2020). Derzeit beläuft sich die
Niederschlagssumme bereits auf 52 l/qm. Am meisten Niederschlag gab
es bisher über der nördlichen Mitte und im Schwarzwald, wo regional
70 bis 100, punktuell auch um 130 l/qm gefallen sind. Äußerst trocken
präsentierten sich Teile Niederbayerns und ein Streifen vom Jadebusen
bis zur Kieler Bucht, wo teilweise nur 5 bis 20 l/qm vom Himmel
kamen. Besonders nass war es am 5. Mai, als im Zusammenhang mit einer
quasi stationären Luftmassengrenze über der Mitte 30 bis 50, lokal
über 60 l/qm vom Himmel prasselten.

Die Sonne zeigte sich im letzten meteorologischen Frühlingsmonat
bisher etwa 120 Stunden lang. Die langjährigen Mittelwerte für den
Mai liegen bei 202 Stunden (1961-1990) bzw. 213 Stunden (1991-2020).
An dieser Stelle sei vorweggenommen, dass die Statistik in den
kommenden sonnenscheinreichen Tagen deutlich aufpoliert wird. Bisher
waren vor allem der Monatsbeginn und das Ende der ersten Dekade sehr
sonnig. Regional ergeben sich aber auch hier größere Differenzen.
Während im Norden und Südosten bereits 130 bis 170 Sonnenstunden zu
Buche stehen, waren es derer im Westen und Teilen der westlichen
Mitte nur 65 bis 90.

(Die Bilder zum heutigen Thema des Tages finden Sie wie immer im
Internet unter www.dwd.de/tagesthema.)

Dipl.-Met. Marcel Schmid

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 20.05.2026

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst





Private Wetterstation Altenmarkt a. d Alz - Alle Angaben ohne Gewähr - (c) Matthias Schwanter   -   Seitengeneration erfolgte in 0.1285 Sekunden.