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Thema des Tages
Ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst. Neueste Meldung oben

Wetter aktuell


Deutschlandwetter im Juni 2026


Die wärmsten, trockensten und sonnigsten Orte in Deutschland



Erste Auswertungen der Ergebnisse der rund 2000 Messstationen des DWD
in Deutschland.

Besonders warme Orte im Juni 2026*
1. Platz Waghäusel-Kirrlach (Baden-Württemberg) 23,0 °C Abweich. +5,2 Grad
2. Platz Ohlsbach (Baden-Württemberg) 22,6 °C Abweich. +6,2 Grad
3. Platz Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz) 22,5 °C Abweich. +5,7 Grad

Besonders kalte Orte im Juni 2026*
1. Platz Kahler Asten (Nordrhein-Westfalen) 15,8 °C Abweich. +4,7 Grad
2. Platz Carlsfeld (Sachsen) 15,9 °C Abweich. +4,6 Grad
3. Platz Schierke (Sachsen-Anhalt) 16,2 °C Abweich. +3,9 Grad

Besonders niederschlagsreiche Orte im Juni 2026**
1. Platz Aschau-Stein (Bayern) 214,4 l/m² 79 Prozent
2. Platz Ruhpolding-Seehaus (Bayern) 204,4 l/m² 83 Prozent
3. Platz Bischofswiesen-Winkl (Bayern) 196,5 l/m² 96 Prozent

Besonders trockene Orte im Juni 2026**
1. Platz Kitzingen (Bayern) 13,3 l/m² 20 Prozent
2. Platz Holzdorf (Brandenburg) 13,5 l/m² 21 Prozent
3. Platz Loburg (Sachsen-Anhalt) 15,1 l/m² 28 Prozent

Besonders sonnenscheinreiche Orte im Juni 2026**
1. Platz Konstanz (Baden-Württemberg) 300 Stunden 138 Prozent
2. Platz Passau-Fürstenzell (Bayern) 300 Stunden 139 Prozent
3. Platz Weihenstephan (Bayern) 297 Stunden 142 Prozent

Besonders sonnenscheinarme Orte im Juni 2026**
1. Platz Schwarzburg (Thüringen) 187 Stunden 91 Prozent
2. Platz Oberstdorf (Bayern) 195 Stunden 115 Prozent
3. Platz Garmisch-Partenkirchen (Bayern) 201 Stunden 118 Prozent

Oberhalb 920 m NHN sind Bergstationen hierbei nicht berücksichtigt.
* Monatsmittel sowie deren Abweichung vom vieljährigen Durchschnitt
(int. Referenzperiode 1961-1990).
** Prozentangaben bezeichnen das Verhältnis des gemessenen
Monatsmittelwertes zum vieljährigen Monatsmittelwert der jeweiligen
Station (int. Referenzperiode, normal = 100 Prozent).
Die Sonnenscheindauer wird seit 08/2024 teilweise aus Satellitendaten
abgeleitet.
Hinweis: Einen ausführlichen Monatsrückblick für ganz Deutschland und
alle Bundesländer finden Sie im Internet unter www.dwd.de/presse


Dipl. Met. Marcel Schmid

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 02.07.2026

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



Wetter aktuell

Von Regenbekleidung und Gewitterenergie


Ein Cape ist ein praktischer Regenschutz. Doch CAPE ist in der
Meteorologie die Abkürzung für eine wichtige Größe im Zusammenhang
mit Gewittern.


Ein Blick auf die Wettervorhersage: Die App der Wahl - im besten Fall
natürlich unsere WarnWetter-App - zeigt an, dass mit einem Schauer
oder Gewitter gerechnet werden muss. Die Entscheidung lautet, das
Regencape mitzunehmen. Wie sich herausstellt eine gute Wahl, denn
tatsächlich regnet es zeitweise und in der Ferne ist sogar ein Blitz
zu sehen. Abends wird aus reiner Neugierde ein bisschen zur
Gewittervorhersage herumgestöbert und plötzlich springt das Wort
"CAPE" ins Auge. Huch, was hat denn nun mein Regenschutz mit
Gewittern zu tun? Die Antwort ist natürlich: Eigentlich gar nichts
außer der gleichen Buchstabenkombination.

In der Meteorologie ist CAPE nämlich die Abkürzung für "Convective
Available Potential Energy", zu deutsch "Konvektiv Verfügbare
Potentielle Energie". Konvektiv bedeutet hierbei, dass es zu
vertikalen Luftbewegungen, wie zum Beispiel in einem Gewitter kommt.
Beim Aufsteigen eines Luftpakets dehnt es sich aus und kühlt dabei
ab. Wenn es dann im Vergleich zu der umgebenden Luft immer noch
wärmer ist, dann beschleunigt es und steigt schneller auf. CAPE
beschreibt nun für solche Fälle die maximale zur Verfügung stehende
Energie, die in der Atmosphäre "gespeichert" ist. Mathematisch wird
das durch ein Integral über die Höhe beschrieben. Es beginnt am
sogenannten Niveau der freien Konvektion, ab dem die
Umgebungstemperatur kleiner ist als die des betrachteten gesättigten
Wolkenteilchen. Endpunkt ist der Gleichgewichtspunkt, an dem die
Temperaturen wieder gleich sind. Im Integral selbst fließt der
Quotient der virtuellen Temperatur des Luftpartikels zu der der
Umgebung ein. Was komplex und verwirrend zu beschreiben ist, lässt
sich anhand eines Radiosondenaufstiegs ganz einfach graphisch
interpretieren. Denn in einem Radiosondenaufstieg entspricht das CAPE
ganz einfach der Fläche, die in der Skizze (Bild 1) rot gestreift
ist. Die gelbe Fläche ist sozusagen der Gegenspieler des CAPEs und
wird CIN (Convective INhibition, zu deutsch konvektive Hemmung)
genannt. Dieses gibt die Energie an, die erst überwunden werden muss,
damit ein Luftteilchen von alleine aufsteigt und es zur
Wolken-/Gewitterbildung kommen kann.

Das CAPE ist stark abhängig von der Bodentemperatur und dem
bodennahen Feuchtigkeitsgehalt. Das heißt, wie auch unsere
Erfahrungswerte schon vermuten lassen, je heißer und schwüler die
Luft, desto größer das CAPE und desto stärker können sich ausbildende
Gewitter werden. Ganz grob lässt sich eine Einordnung wie folgt
vornehmen.

CAPE [J/kg] Gewitterstärke
0 - 500 Schwach
500 - 1000 Mäßig
1000 - 2000 Stark
2000 - 3000 Sehr stark
3000+ Extrem

Jedoch ist CAPE nur eine "Zutat", die Gewitter benötigen, um sich
ausbilden und entwickeln zu können. Doch das ist eine Geschichte für
ein andermal.

M.Sc. Fabian Chow

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 01.07.2026

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst





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