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Thema des Tages
Ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst. Neueste Meldung oben
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Wetter aktuell
Unwetterpotenzial in der Mitte: Starkregen und Gewitter
In der Nacht zum Mittwoch formiert sich aus Schauern und Gewittern
ein Regengebiet, das vor allem in der Mitte Deutschlands für
anhaltenden und teils kräftigen Regen sorgt. Gebietsweise kann der
halbe Monatsniederschlag in ein paar Stunden fallen.
In den vergangenen Tagen hat man vielerorts nicht nur an den
Temperaturen gemerkt, dass sich die Atmosphäre auf Sommerbetrieb
umgestellt hat. Regional kam es zu teils kräftigen Gewittern mit
Starkregen und Hagel. Spitzenreiter der einstündigen Regenmengen war
am gestrigen Montag die Station Schmallenberg-Sellinghausen im
Hochsauerland mit 23,8 l/m² zwischen 17 und 18 Uhr.
Aktuell lenken die beiden Tiefdruckgebiete ANNE über Frankreich und
BABETTE über Bayern feuchtwarme Luft in den Süden und in die Mitte
des Landes. Dort entstehen heute Nachmittag und Abend einige Schauer
und Gewitter, die lokal zu kräftigem Starkregen führen. In einer
Stunde können dann erneut um 20, vereinzelt auch um 30 l/m² fallen.
Im Norden merkt man davon nichts. Am Nachmittag und Abend ist es zwar
meist bedeckt und hier und da fällt etwas Regen. Viel ist das aber
nicht und nahe der Nordsee scheint sogar längere Zeit die Sonne.
In der Nacht zum Mittwoch wachsen die Schauer und Gewitter über der
Mitte des Landes zu einem größeren Regengebiet zusammen. Vor allem
von Ostwestfalen und dem Sauerland ostwärts bis nach Sachsen regnet
es länger anhaltend und teils kräftig. Der Schwerpunkt der
Niederschläge liegt wahrscheinlich im Norden Thüringens und im Umfeld
des Harzes. Flächig fallen wahrscheinlich 20 bis 40, lokal bis zu 60
l/m² in etwa 12 Stunden. Zum Vergleich: Die durchschnittliche
Niederschlagssumme für den Monat Mai im Raum Erfurt liegt bei 65
l/m². Infolgedessen können Bäche und kleine Flüsse in kurzer Zeit
stark anschwellen.
Der Mittwoch zeigt klare Ähnlichkeiten zum heutigen Dienstag. Erneut
kommt der nächtliche Regen in den Norden voran und schwächt sich dort
ab, erreicht aber nicht den äußersten Norden und Nordwesten. In der
Südhälfte entstehen am Nachmittag und Abend abermals kräftige Schauer
und Gewitter. Mit den Gewittern kann es zu Starkregen, Hagel und
stürmischen Böen kommen.
Schauer und Gewitter bilden in der Nacht zum Donnerstag dann wieder
ein größeres Regengebiet, das sich in die mittleren Landesteile
verlagert und dort zu länger andauernden und teils kräftigen
Niederschlägen führt. Der Schwerpunkt liegt wahrscheinlich etwas
weiter südlich als in der Vornacht. Die Intensität reicht sehr
wahrscheinlich nicht an die der Vornacht heran.
Am Donnerstag bilden sich dann erneut Schauer und Gewitter im Süden,
ab der Nacht zu Freitag setzt sich anschließend nach und nach
Hochdruckeinfluss durch. Der Rest der Woche verläuft dann deutlich
sonniger und auch wieder wärmer als die kommenden Tage.
M.Sc.-Met. Thore Hansen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 05.05.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
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Wetter aktuell
Ausblick in die Wetterwoche
Eine wechselhafte Wetterwoche mit teils kräftigen Gewittern und
Starkregen kündigt sich an. Im Norden gehen die Temperaturen recht
deutlich zurück.
Am gestrigen Sonntag gab es im Osten und Südosten des Landes viel
Sonnenschein und Höchsttemperaturen um 29 Grad. Auch am heutigen
Montag sind der Osten und Südosten klar auf der sonnenscheinreicheren
und nochmals teils sommerlich warmen Seite. Insgesamt ist das ruhige
und häufig sonnenscheinreiche Hochdruckwetter aber im Prinzip vorbei.
Am gestrigen Sonntag gab es im Nordwesten und Norden bereits teils
kräftige, lokal sogar sehr kräftige Gewitter mit größerem Hagel und
Starkregen.
Auf der Ostflanke des Tiefdruckkomplexes ZUHAL über West- und
Nordwesteuropa wird mit einer südwestlichen Strömung aktuell
feucht-warme Luft herangeführt. Im Wochenverlauf legt sich eine
Luftmassengrenze über die Mitte Deutschlands. Nördlich davon sickert
mit einer auf Nord drehenden Strömung eine polare Luftmasse ein. Im
Süden lagert dagegen subtropische Luft. Entlang der Luftmassengrenze
muss wiederholt und teils andauernd mit Regen gerechnet werden.
Am heutigen Montag liegt der Regenschwerpunkt aber eher noch im
Westen bzw. über der nördlichen Mitte. Eingelagerte Gewitter können
besonders in puncto Starkregen kräftig ausfallen. Starke Gewitter mit
Fokus auf Sturmböen treten heute im späteren Tagesverlauf
voraussichtlich auch im Südosten auf. In den kommenden Tagen
konzentriert sich der Regenschwerpunkt auf den Bereich der sich
etablierenden Luftmassengrenze. Akkumuliert (aufsummiert) sind bis
Donnerstagfrüh Regenmengen zwischen 30 und 50 l/m² (in 48 bis 72
Stunden) recht flächig über den mittleren Landesteilen zu erwarten,
durch schauerartige oder gewittrige Verstärkungen teils auch mehr.
Die in der Fläche stärkste Regenphase deutet sich für die Nacht zum
Mittwoch bis in den Mittwochvormittag hinein an. Wo die
Luftmassengrenze und damit der Regenschwerpunkt dann genau liegt, ist
noch unsicher.
In der subtropischen Luftmasse in den südlichen Landesteilen bleiben
teils starke Gewitter ein Thema, allerdings sind auch hier die
genauen Schwerpunkte noch unsicher. Lokal muss dort aufgrund geringer
Verlagerung ebenfalls mit Starkregen gerechnet werden, in der Fläche
werden aber deutlich geringere Regenmengen vorhergesagt als im
Bereich der Luftmassengrenze. Ganz im Norden bleibt es weitgehend
trocken.
Die Tageshöchstwerte gehen im Wochenverlauf mit geringeren
Sonnenanteilen etwas zurück. Zudem wird die sommerlich-warme
Luftmasse zur Wochenmitte ostwärts abgedrängt, es bleibt aber bei
Höchstwerten meist zwischen 16 und 20 Grad, am Mittwoch im Südosten
noch etwas darüber. Der äußerste Norden gelangt allerdings zunehmend
in den Einflussbereich der polaren, also kälteren Luftmasse. Die
Tageshöchstwerte liegen dort in den kommenden Tagen meist nur
zwischen 10 und 15 Grad. Bei geringer Bewölkung oder Aufklaren in den
Nächten sind niedrige einstellige Tiefstwerte meist zwischen 6 und 2
Grad zu erwarten. Ganz im Norden muss gebietsweise mit Frost in
Bodennähe gerechnet werden. Bei empfindlichen Pflanzen sollte daher
nochmals an Schutzmaßnahmen gedacht werden.
Dipl.-Met. Sabine Krüger
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 04.05.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
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